gekochtes und haltbares Dressing

Als Selbstversorger wird man sehr bald feststellen, daß der Garten uns eine Vielzahl an Obst und Gemüse schenkt. Jetzt heißt es rasch passende Ideen und Rezepte parat zu haben. Die Ernte will verarbeitet und genossen werden. Rasch muß es gehen, weil viele Früchte oder Gemüse eben geerntet werden müssen, wenn sie reif sind.


Über die Jahre habe ich mir eine Sammlung an Rezepten zusammengetragen. Vieles kann probiert werden und verspricht neue Sinneseindrücke. Im Alltag allerdings benötigte ich Rezepte, die rasch zubereitet werden können, gesund sind und zu der momentanen Ernte passen. Dabei haben sich einige Basis-Rezepte ergeben. Mit ihnen kann man immer etwas zubereiten. Egal, was gerade reif ist oder noch in der Vorratskammer wartet. 


Hier auf meinen Basisrezept-Seiten werde ich sie nach und nach vorstellen.


Ab dem Frühjahr gibt es laufend frischen Salat aus dem Garten. Für Salatdressings gibt so viele Möglichkeiten, vor allem aber auch mit den frischen Kräutern aus dem Garten.


Schneller geht es aber mit einem auf  Vorrat zubereiteten Haus-Dressing. Die frischen Kräuter kommen dann einfach gehackt oder in ganzen Blättern mit auf den Salat.


Für etwa 2 Liter  Dressing benötigt man: 



  • 2 Knoblauchzehen
  • 25 g Honig
  • 35 g Salz (oder weniger, nachgesalzen kann immer werden)
  • 1/4 Teel. frisch gemahlener Pfeffer
  • 25 g klein geschnittene Zwiebel oder Lauchzwiebel
  • 500 ml Wasser
  • 60 ml Wasser extra
  • 20 g Stärkemehl
  • 500 ml Gemüsebrühe oder Fleischbrühe oder Wasser
  • 30 g Senf
  • 30 g Johannisbeergelee
  • 750 ml geschmacksneutrales Öl (Sonnenblumen, Raps)
  • 200-250 ml Apfelessig

 

Zutaten für das Salatdressing

Zubereitung: 


  • Knoblauch schälen und  klein Hacken, Zwiebel klein hacken. 
  • Knoblauch, Zwiebel (und wenn gewünscht klein gehackte Gartenkräuter nach Geschmack), Honig, Salz, Pfeffer und 500 ml Wasser kochen, bis die Zwiebel und der Knoblauch weich sind. 
  • Mit dem Zauberstab möglichst fein pürieren. Das geht auch im Mixer. Wer es nicht fein genug bekommt oder das Dressing ohne jedes Stückchen haben möchte, passiert die Flüssigkeit. 
  • Die Flüssigkeit wieder erhitzen. Stärke mit 60 ml Wasser anrühren und in die Flüssigkeit geben. Gut aufkochen lassen. Dabei aber nicht zu viel Hitze zuführen und vorsichtig rühren, die Flüssigkeit dickt schnell ein und spritzt dann!
  • Leicht abkühlen lassen. Dann Gemüsebrühe (zum Beispiel aus dem selbst gemachten Gemüsebrühpulver) oder Fleischbrühe oder Wasser ein rühren. Ebenso den Essig, den Senf und das Gelee ein rühren. 
  • Ähnlich wie beim Zubereiten von Mayonnaise muß nun die Flüssigkeit gut gerührt werden. Dabei lässt man langsam das Öl einfließen. Ich habe dazu die Rührscheibe vom Stabmixer genommen. Der lief, während ich langsam das Öl dazu gab. Man kann auch den Handrührer oder eine Rührschüssel von der Küchenmaschine nehmen und die Schneebesen nicht zu schnell laufen lassen. 
  • Fertig ist das Dressing. Man füllt es in Flaschen und bewahrt es bis zu  3 Wochen im Kühlschrank auf. Vor dem Gebrauch muß es in der Flasche gut auf geschüttelt werden. 


Noch ein Hinweis zur Menge Dressing pro Portion. Ich benötige für uns 2 Personen und einer großen Portion Kopfsalat etwa 75ml Dressing. Wichtig beim Salat ist, daß er nach dem Waschen trocken geschleudert wurde. Wenn man ihn dann mit der anscheinend kleinen Menge Dressing vermischt schwimmt er nicht in der Dressing- oder Wasserbrühe am Schüsselboden.  Das Dressing haftet an den trockenen Blättern und verteilt sich gleichmäßig. Der  Salat schmeckt nach dem Dressing. Blieben die  Blätter feucht, würde das Öl im Dressing daran abpellen und überhaupt würde das Dressing verwässert ablaufen vom Salat. 

 

 

 

Nach dem Mixen der Zwiebel-Kräuter-Flüssigkeit

Das Öl ist drin und das Dressing ist fertig

 

 


fertiges Salatdressing auf Vorrat

Das ist  die Basisversion des Dressings. Weil jeder oder jede Familie ihre eigenen Geschmäcker hat kann nach Herzenslust variiert werden. 

  • statt des neutralen Öles kann auch gutes Olivenöl verwendet werden. Oder man man mischt etwas von einem intensiv schmeckenden Öl bei. Hier denke ich an Kürbiskernöl oder Leinöl (dann ist sie nicht so lange haltbar). 
  • Je nach Saison, Garten und Vorlieben können mit der Zwiebel unterschiedliche Gartenkräuter mit gekocht werden. Wie wäre es mit einem Bärlauchdressing, einem mediterranen Dressing (Rosmarin, Thymian, Oregano, Basilikum), dem deutschen Dressing (Petersilie, Schnittlauch und einem Hauch Maggikraut)...
  • einen Teil vom Essig kann man durch Zitronen- oder Orangensaft austauschen. 
  • Vielleicht mag man statt dem Apfelessig lieber Rotweinessig, Himbeeressig, Bärlauchessig (habe ich verwendet) oder sonst einen selbst angestzte Essigvariation
  • anstatt dem Johannisbeergelee kann ein anderes, vorhandenes Gelee genommen werden. Auch Marmelade geht, wenn sie nicht die Kerne von zum Beispiel Himbeeren enthält. 
  • Worcestershiresauce oder Tabsco können beigemengt werden
  • Raffiniert wird es mit Sherry, Portwein oder Eiswein im Dressing. Auch Bier geht. 


Das Rezept stammt übrigens aus dem  Buch von Ingrid Pernkofer und Willi Hadler "Für die Vorratskammer"  Die 450 besten Rezepte vom Einlegen bis zum Räuchern Weltbild




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